Souvenir – Ein Abend mit Orchestral Manoeuvres in the Dark.

Die Konzertkarte hatte ich mir schon im Frühjahr gesichert, Orchestral Manoeuvres in the Dark, kurz OMD, kommen nach Dresden und zelebrieren im Kulturpalast ihr 40jähriges Jubiläum. Ein kleiner Traum wird wahr. Ein wenig skeptisch war ich jedoch, da ich Popkonzerte bisher nur in Stehplatzlokalitäten erlebt habe, aber als ich sah, welches Publikum an den Garderoben

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Spätherbst am Weiher.

Mein Spaziergang führt mich über die herbstlichen Wiesen vorbei an abgeernteten Feldern hin zum nahen Wald. Als ich nach vorn blicke, sehe ich, wie der Nebel behäbig wabernd auf die Erde fällt und die Landschaft langsam auffrisst. Das Gras glänzt in der schräg stehenden Abendsonne, die auch bald von den Nebelschwaden verschlungen wird. Eine Schar

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Die Wolfsgrube.

Der Weg durch den dichten Wald schien endlos zu sein. Immer wieder zeigte sich eine Biegung und ich dachte: ‚Nun muss doch endlich der Wegweiser zu sehen sein‘. Doch nichts geschah, außer diesem merkwürdigen Knacken, welches mal links und dann wieder rechts im Unterholz zu hören war. Zum Glück schirmte der Wald die Hitze etwas

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Streiflichter aus Stockholm.

Wenn man eine Städtereise macht, bleibt man in der Regel ein verlängertes Wochenende oder vielleicht auch mal eine ganze Woche an seinem Urlaubsziel. Diesmal wollte ich es anders machen und so buchte ich ganze 12 Tage Stockholm. Meine Freundin meinte zwar, ob das nicht zu lang ist für eine einzelne Stadt, doch es sollte sich

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Die Rückkehr des lilagrünen Steinbeißers.

Früher im Ferienlager, ich war neun oder zehn Jahre alt, haben wir abends, als wir Jungs im Bett lagen, Geschichten erzählt. Jeder versuchte, den anderen zu übertrumpfen. Je gruseliger, desto besser. Draußen war es stockdunkel. Ab und zu hörte man ein Käuzchen durch das offene Fenster rufen. Die Geschichten drehten sich um die Hexe, welche

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Wann kommt der Frühling?

Der Frühling beginnt nicht überall zur selben Zeit. Auf der nach Norden gewandten Seite des Waldes, da, wo die Sonne es nicht einmal zur Mittagszeit schafft, ihre Strahlen hin zu senden, liegen Reste von Schnee. Die Südseite des Hügels, welche die wärmenden Strahlen von Klara in sich aufsaugt, dort ist schon ein Hauch Sommer zu

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Wer glaubt denn schon an die Eiskönigin?

Als es windstill wurde, begannen die Flocken zu fallen. Erst fiel eine nach der anderen auf das tabakbraune Laub am Waldrand. Dann bedeckte eine Schneeschicht, zart wie der Stoff von Großmutters Gardinen, den steinigen Weg. Anfangs hockten die Maulwurfshügel noch weiß bemützt auf der Wiese gegenüber sichtbar herum, bald waren auch sie unter dem Flockenteppich

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Heiligabend im Weltall.

Schneeregen fällt an die Fensterscheiben des kleinen Schnellrestaurants. Der nasse Schnee schmilzt sofort und rinnt in dünnen Fäden die Scheibe hinab. Im müden Licht der Außenbeleuchtung wirkt alles noch trostloser. Die erikaviolette Sonne ist vollständig von den Wolken verdeckt, der pastellblaue Mond hat heute auch keine Chance, gesehen zu werden. Den Heiligabend hatte ich mir

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November Spawned a Monster

Der Sturm peitscht den Regen unregelmäßig ans Fenster. Der Wind faucht um das Haus und manchmal flackert die Kerze ein wenig. Aber vielleicht bilde ich mir das auch ein. Ich schaue aus dem Fenster und sehe in der Dämmerung, wie der Sturm an den Ästen und Zweigen des Spitzahorn zerrt und dabei die letzten Blätter

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Das Märchen von den Menschen und der Natur.

Am Anfang war die Natur in all ihrer Schönheit, Reinheit und Einsamkeit. Sie steckte voller unentdeckter Geheimnisse, sie war karg und fruchtbar zugleich. Es gab Pflanzen in jeglicher Form, Farbe und Größe. Für die Tiere vom Einzeller bis zum großen Säugetier war sie Lebens- und Überlebensraum. Die Natur war so komplex, dass es niemand erfassen

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