Schlagwort: Sommer

Die Rückkehr des lilagrünen Steinbeißers.

Früher im Ferienlager, ich war neun oder zehn Jahre alt, haben wir abends, als wir Jungs im Bett lagen, Geschichten erzählt. Jeder versuchte, den anderen zu übertrumpfen. Je gruseliger, desto besser. Draußen war es stockdunkel. Ab und zu hörte man ein Käuzchen durch das offene Fenster rufen. Die Geschichten drehten sich um die Hexe, welche

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Meerliebe.

Es war ein warmer Spätsommer. Wir fuhren spontan für ein verlängertes Wochenende nach Hiddensee. Einfach mal ausspannen und die Natur genießen. Kaum angekommen, zieht es uns zum Strand. Mit nackten Füßen laufen wir durch den Sand, der die Wärme der Sommersonne in sich trägt. Wir suchen Hühnergötter, sie findet natürlich mehr als ich. Langsam naht

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Männerurlaub.

Männerurlaub mag vielleicht ein wenig anmaßend klingen, aber ich bleibe dabei, denn mein knapp 13jähriger Sohn ist ja fast schon ein Mann. Zumindest hat der das beim Wandern in den Alpen gezeigt. Wie jedes Jahr fahre ich im Sommer in die Kitzbüheler Alpen, um mich dort den Schönheiten der Natur hinzugeben und auf die Berge

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Die Sonnenblumenkönigin und der Rapsfresser.

Mitte Juli. Der Sommer versucht gerade, es sich im Land bequem zu machen. Gleich kurz nach dem Frühstück lockt die Sonne meine zehnjährige Tochter und mich ins Freie, wir fahren mit dem Fahrrad zu dem riesigen Sonnenblumenfeld am Rande des Dorfes. Die Hitze flimmert bereits auf der Straße, doch von Ferne sehen wir schon die

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Das Holozän endet im August.

schnee

In den Nachrichten sprechen sie von einstelligen Temperaturen bis zum späten Vormittag. Genauso stelle ich mir einen Spätsommermontag im August vor. Als ich vor die Haustür trete, kriecht mir die Kälte zielstrebig unter meine Sweatjacke. Mich fröstelt es leicht. Sollte ich wirklich schon die Winterjacke hervor kramen? Vielleicht auch gleich den kuschligen Schal, die Pudelmütze

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Stelldichein bei der Wiesenmahd.

An diesem Frühsommertag weckt mich der Traktor, der neben dem Haus die Wiese mäht. Es wurde allerhöchste Zeit, denn das Gras war schon knapp einen Meter hoch. Ich schaue aus dem Fenster, blinzle gegen die Morgensonne und entdecke ein Weißstorchpärchen in kurzem Abstand hinter dem Traktor entlang schreiten. Sicher halten sie nach Mäusen Ausschau, die

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Sonnenblumen.

Sonnenblumen

Es war ein später Sommernachmittag. Die Hitze flimmerte auf der Landstraße. Auf beiden Seiten der Straße wechselten sich die gold- bis blassgelben Felder ab: Weizen, Gerste, Raps. Farbtupfer waren die saftiggrünen Maispflanzen, die erst im Herbst geerntet werden. Ich fuhr weiter und freute mich über die Pracht der Natur und den wundervollen Sommer. Als ich

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Regentropfengedanken.

regenblase

Von Westen zieht eine wehende Regengardine durch die Stadt und ich bin natürlich zu Fuß auf dem Weg nach Hause. Doch so schnell, wie das Unwetter aufzieht, so heftig ist es auch. Der Gewitterguss zwingt mich zu einer Pause und so stelle ich mich unter ein unglücklicherweise nur wenig hervorstehendes Dach eines Garagenkomplexes. Aber so

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Ein Indianer bei der Weizenernte.

Ich sitze unter dem alten Kirschbaum, der vor dem Ferienhaus steht und döse vor mich hin. Es ist unheimlich heiß. Wahrscheinlich bin ich etwas eingenickt, denn ich schrecke hoch, als ich ziemlich nah lauten Maschinenlärm höre. Direkt an der Grundstücksgrenze des Hauses liegt ein Weizenfeld in der gleißenden Sonne. Die flimmernde Luft tanzt vor Hitze

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Sommerwiesentraum.

Bäuchlings lassen wir uns auf die Sommerwiese fallen, hören das friedliche Gesumm und Gebrumm, riechen Schafgarbe, den Klee, das Gras. Die zitternden Gräser schlagen über uns zusammen. Der blaue Rittersporn hält Wache, das Johanniskraut und der Ginster leuchten gelb bis in die lichtgrüne Nacht hinein. Sie stützt ihre Arme auf und beobachtet einen Marienkäfer auf

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