Schlagwort: Schnee

Wer glaubt denn schon an die Eiskönigin?

Als es windstill wurde, begannen die Flocken zu fallen. Erst fiel eine nach der anderen auf das tabakbraune Laub am Waldrand. Dann bedeckte eine Schneeschicht, zart wie der Stoff von Großmutters Gardinen, den steinigen Weg. Anfangs hockten die Maulwurfshügel noch weiß bemützt auf der Wiese gegenüber sichtbar herum, bald waren auch sie unter dem Flockenteppich

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Heiligabend im Weltall.

Schneeregen fällt an die Fensterscheiben des kleinen Schnellrestaurants. Der nasse Schnee schmilzt sofort und rinnt in dünnen Fäden die Scheibe hinab. Im müden Licht der Außenbeleuchtung wirkt alles noch trostloser. Die erikaviolette Sonne ist vollständig von den Wolken verdeckt, der pastellblaue Mond hat heute auch keine Chance, gesehen zu werden. Den Heiligabend hatte ich mir

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Schneemorgen.

In der Nacht hat es geschneit. Ganz still und leise legte sich eine weiße Decke über die Erde, ganz im Gegensatz zum um Aufmerksamkeit heischenden Herbstregen, der lautstark an die Fensterscheiben prasselt. Alles sieht wie gepudert aus: die Bäume, die Sträucher, der Fußweg, die Straßen. Die Autos haben einen dicken Schneedaunenponcho angelegt. Es ist noch

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Der Tag vor Heiligabend.

Wald

Der Südostwind weht ganz sanft an diesem Nachmittag des 23. Dezember. Er streichelt zart mein Gesicht. Zumindest den Teil, der nicht von Mütze und Schal bedeckt ist. Die Kälte zwickt sanft auf der Haut. Ich vergrabe meine behandschuhten Hände noch tiefer in die Manteltaschen. Jetzt bin ich am Waldrand angelangt. Ahornbäume begrüßen mich zur Rechten,

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Das Geschenk.

Eisblumen

„Heute wird es einen Schneesturm geben.“ sagt der Vater und legt ein paar Scheite Holz in den Kachelofen. Durch die offene Ofentür sieht Paula die Flammen lodern. Traurig schaut das siebenjährige Mädchen zu ihrem Schreibtisch, auf dem die selbstgebastelten Wichtel aus Tannenzapfen und der Schlitten aus Zweigen steht, welcher mit Eicheln und Kastanien gefüllt ist.

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Schneegestöber.

winterwald

Schwerflockig fällt der Schnee von Himmel herab. Der Aufprall abertausender Schneekristalle auf den Boden müsste eigentlich einen unheimlichen Lärm machen. Doch es herrscht friedliche Stille ringsum. Die dunklen Wolken machen den Nachmittag viel zu früh zum Abend. Die Apfelbäume stehen wie dicke, weißbeschürzte Frauen im Kreis und tratschen über die benachbarten Koniferen. Ich stehe am

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Weihnachtsmorgen im Wald.

Weihnachtszauber

Mit Großvater holten wir als Kinder früher am Heiligabend das Bäumchen aus dem Wald nach Hause. Längst hatte er es ausgesucht: Eine duftende Blaufichte. Sie stand eingeengt und bedrängt von den anderen Nadelbäumen. Es war Zeit für sie. Der Platz wurde von den anderen Bäumen gebraucht. Großvater hatte einen Blick dafür, welche Bäume gefällt werden

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Der Geschenkestress oder Warum feiern wir eigentlich Weihnachten?

Der Heiligabend ist nun auch wieder Geschichte. Wochen, wenn nicht gar Monate, vorher begannen die Vorbereitungen mit den Gedanken, was schenke ich wem. Letztendlich haben wir wiedermal vieles kurz vor knapp gekauft, in der Hoffnung, es gefällt dem Beschenkten auch. Ich habe dieses Jahr schon ziemlich zeitig meine Antennen für die Wünsche meiner Kinder ausgestellt

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Flockenwirbel

Es ist Mitte Dezember und es schneit in Dresden. Die Flocken wirbeln umher, als würde Frau Holle sämtliche Betten der hiesigen Hotels ausschütteln. Die Hoffnung auf weiße Weihnachten wächst. Kinder holen ihre Schlitten hervor, bauen Schneemänner veranstalten Schneeballschlachten. Autofahrer sind genervt vom Scheibenkratzen und den glatten und zum Teil ungeräumten Straßen. Schimpfend stehen sie im

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