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Herbst auf Burg Kriebstein.

Wochenende und Sonnenschein und das im November. Diese Gelegenheit galt es zu nutzen, um der schönsten Ritterburg Sachsens einen Besuch abzustatten. So ging es auf der A4 von Dresden in Richtung Chemnitz, die Abfahrt Hainichen hinunter und nach einigen Kilometern ist man schon da. Kriebstein, wo zu DDR-Zeiten die Papiertaschentücher hergestellt wurden, künden noch immer mit weithin sichtbaren Wasserdampfwolken, dass noch immer produziert wird. Aber hoffentlich keine Sandpapiertaschentücher mehr. Nach wenigen hundert Metern bergauf ist sie plötzlich da: Eine Höhenburg, die auf einem Bergsporn errichtet wurde. Von drei Seiten umfliesst… Read more Herbst auf Burg Kriebstein.

Das Beigemysterium.

Sie sind überall und es werden immer mehr: Beigefarbenen Blousons, Westen, Jacken, ja sogar beigefarbene Hosen. Getragen von Rentnern oder Senioren, die sich wohl unsicher in der Farbwahl ihrer Kleidung sind. Sie denken wahrscheinlich, beige ist zeitlos und neutral, es passt zu allem und man kann es gut kombinieren. Doch weit gefehlt: In Verbindung mit dem altersbedingten grauen Haar verschwinden diese Menschen in der Landschaft, sie verschmelzen regelrecht mit ihrer Umgebung. Sie werden einfach nicht mehr wahrgenommen, bis sie irgendwann ganz verschwunden sind. Keiner merkt es. Manchmal erkennt man sie… Read more Das Beigemysterium.

Dresden im Electro-Pop-Rausch.

Dresden, Alter Schlachthof, Samstag, 8. Oktober 2011, 16:35 Uhr: Der Einlass zum wohl größten Synthie-Pop-Festival, was Dresden wohl jemals gesehen hat, beginnt. Es mutet wie ein Tanztee an, um diese Uhrzeit bereits zu einem Konzert zu gehen. Aber es warteten immerhin vier Electro-Pop-Heroen auf das Gehör der Fans. Punkt 17:10 Uhr stand die aus Neubrandenburg stammende Band MINERVE auf der Bühne. Eine in Deutschland relativ unbekannte Band, die jedoch in Russland und Polen Top Ten Erfolge in den Verkaufscharts vorweisen können. Das 25minütige Setlist war von melodiösen Songs geprägt, was… Read more Dresden im Electro-Pop-Rausch.

Altweibersommermorgen.

Heute, ganz früh am Morgen, als die meisten Menschen noch schliefen, haben die Elfen und Zwerge ihre Gespinste über die Wiesen, Bäume und Sträucher gelegt. Zumindest erzählen dies die Erwachsenen den Kindern. Läuft man dann noch etwas schlaftrunken durch die Natur, verfängt man sich in diesen Gespinsten, die regelrecht auf der Haut kleben bleiben, meistens natürlich im Gesicht. Dabei sind es nur die Spinnfäden, mit denen junge Webspinnen Ende September bis Anfang Oktober durch die Luft segeln. Am auffälligsten sind die Fäden am Morgen, wenn Tausende Tautröpfchen an ihnen hängen… Read more Altweibersommermorgen.

Das Riesenwindrad zu Glaubitz.

Majestätisch streckt sich der 179 Meter hohe Koloss auf den Feldern zwischen Glaubitz und Streumen in die Höhe. Er überragt dabei die anderen 20 Windräder um etwa die doppelte Höhe. Bis zur Rotornabe sind es gar 138 Meter und die Spannweite der Rotoren beträgt unglaubliche 82 Meter. Im Jahr soll der Riese 5.350 Megawattstunden Nettowindertrag bringen. Dies entspricht dem durchschnittlichen Strombedarf von 750 Haushalten. Es ist sehr faszinierend, wenn man am Fuße des Kolosses steht. Man blickt ganz ehrfurchtsvoll und zugleich sprachlos nach oben, bis einem ganz schwindelig wird. Dann… Read more Das Riesenwindrad zu Glaubitz.

Ein Herbstmorgen in Dresden.

Wie jeden Wochentagmorgen quäle ich mich aus dem Bett und mache mich anchließend auf den Weg zur Arbeit. Heute ist es irgendetwas anders. Mit noch halbgeschlossenen Augen, in Gedanken im kuschelig warmen Bett, nehme ich wahr, dass es heute noch nicht so richtig hell ist. Nebel wabert über die Elbwiesen. Verschlafen blinzeln mich die Elbschlösser auf der anderen Seite des Flusses an. Es herrscht morgendliche Ruhe. Nur hier und da zwitschert zaghaft ein Vogel. Die Bäume zeigen leise raschelnd ihr rot-gelb-braunes Gefieder, welches feucht vom Reif glänzt. Ab und zu… Read more Ein Herbstmorgen in Dresden.

Nutella oder Warum ist das Glas schon wieder leer?

Es beginnt mit dem Aufschrauben des Deckels. Hebt man diesen nach einigen Umdrehungen ab, blinzelt einen die leicht gemusterte Schutzfolie entgegen. Der Zeigefinger zuckt und will mit einem kräftigen Hieb die dünne Aluminiumschicht durchstoßen. Meist stupst man so tief hinein, dass die Fingerkuppe bereits mit der mattglänzenden Creme umhüllt ist. Diese wird dann natürlich genießerisch abgeleckt. Aber was fasziniert so viele Menschen an dieser braunen, mattglänzenden Masse aus Zucker, Pflanzenöl, gerösteten Haselnüssen, Kakao, Milchpulver, Sojalecithin und Vanillin? Der unnachahmliche intensive Geschmack? Der Mangel an wohlschmeckenden Alternativen? Kindheitserinnerungen? Die Sucht nach… Read more Nutella oder Warum ist das Glas schon wieder leer?