Schlagwort: Herbst

Spätherbst am Weiher.

Mein Spaziergang führt mich über die herbstlichen Wiesen vorbei an abgeernteten Feldern hin zum nahen Wald. Als ich nach vorn blicke, sehe ich, wie der Nebel behäbig wabernd auf die Erde fällt und die Landschaft langsam auffrisst. Das Gras glänzt in der schräg stehenden Abendsonne, die auch bald von den Nebelschwaden verschlungen wird. Eine Schar

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November Spawned a Monster

Der Sturm peitscht den Regen unregelmäßig ans Fenster. Der Wind faucht um das Haus und manchmal flackert die Kerze ein wenig. Aber vielleicht bilde ich mir das auch ein. Ich schaue aus dem Fenster und sehe in der Dämmerung, wie der Sturm an den Ästen und Zweigen des Spitzahorn zerrt und dabei die letzten Blätter

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Das Herbstnebelgespenst.

Müde stehen die Weiden und Schwarzerlen am Rande des Sees. Im Sommer spiegelten sie sich mit ihrem prächtiges Laubkleid im Wasser. Jetzt stehen dort kahle Gerippe aus Ästen und Zweigen, welche sich im grauen Wasser verlieren. Der Herbst hat das Wasser des Sees ergrauen lassen. Blätter schwimmen darinnen und bilden eine blasse gelb-rot-braune Wasserwiese. In

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Opa Langbein.

Weberknecht

Mein Sohn traut sich nicht, die Schuppentür zu öffnen, um sein Fahrrad heraus zu holen. Als Ausrede gibt er an, Weberknechte würden die Tür bewachen. Ein zwölfjähriger Junge hat Angst vor Spinnen. Ich seufze tief und laut hörbar. Aber was sind Weberknechte eigentlich für Tiere?  Die Weberknechte, auch Schuster, Kanker, Zimmermann oder Opa Langbein genannt,

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Das Holozän endet im August.

schnee

In den Nachrichten sprechen sie von einstelligen Temperaturen bis zum späten Vormittag. Genauso stelle ich mir einen Spätsommermontag im August vor. Als ich vor die Haustür trete, kriecht mir die Kälte zielstrebig unter meine Sweatjacke. Mich fröstelt es leicht. Sollte ich wirklich schon die Winterjacke hervor kramen? Vielleicht auch gleich den kuschligen Schal, die Pudelmütze

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Spätsommermelancholie.

Wenn der Wind über das Stoppelfeld weht, ist Herbst, sagte Großvater immer. Heute bestickt nur eine leichtfüßige Brise das blaue Tuch des Himmels mit weißen Wolkenblumen. Vor mir breitet sich das scheinbar unendliche Meer des Sonnenblumenfeldes aus, welches ich bereits vor sechs Wochen bestaunt hatte. Doch die goldgelbe Blütenpracht ist dahin. Letztens lächelten mich noch

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Erkenntnis unterm Apfelbaum.

Die Zweige des Apfelbaumes ächzen schwerbeladen fast bis ins Gras hinab, obwohl den Früchten noch die letzte Herbstsüße fehlt. Der Sturm letzte Woche hat fast alle Blätter vom Baum gefegt. Nun hängen die leuchtend roten Früchte wie Weihnachtskugeln an einem Tannenbaum. Nur das Lametta und die Kerzen fehlen. Mein Sohn steht unter einem Ast, reißt

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Der Versuch, einen Schmetterling zu zähmen.

tagpfauenauge

Als die Morgen kühler werden und braunkappige Butterpilze zwischen Gras und Spinnweben wachsen, fliegt ein Tagpfauenauge in das Zimmer des Mädchens. „Er hat sich verflattert“, ruft sie und ist glücklich, als er auch am dritten Tag noch an ihrer Gardine hängt. Ab und zu gaukelt er durchs Zimmer. „Endlich habe ich auch ein Tier!“ Das

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Spinne am Abend.

Die Abendsonne blendet mich, als ich die Haustür öffne. Wenige Schritte weiter spannt sich das filigrane Netz einer Kreuzspinne zwischen zwei Bäumen. Die darin eingesponnene Wespe wird sorgsam von der Spinne bewacht. Schließlich ist das Spinnennetz Futterfalle und Speisekammer zugleich. Fasziniert bleibe ich stehen und beobachte das Naturschauspiel. Dabei vergesse ich den vollen Mülleimer in

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Herbst auf Burg Kriebstein.

Wochenende und Sonnenschein und das im November. Diese Gelegenheit galt es zu nutzen, um der schönsten Ritterburg Sachsens einen Besuch abzustatten. So ging es auf der A4 von Dresden in Richtung Chemnitz, die Abfahrt Hainichen hinunter und nach einigen Kilometern ist man schon da. Kriebstein, wo zu DDR-Zeiten die Papiertaschentücher hergestellt wurden, künden noch immer

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