Kategorie: Naturbeobachtungen

Erkenntnis unterm Apfelbaum.

Die Zweige des Apfelbaumes ächzen schwerbeladen fast bis ins Gras hinab, obwohl den Früchten noch die letzte Herbstsüße fehlt. Der Sturm letzte Woche hat fast alle Blätter vom Baum gefegt. Nun hängen die leuchtend roten Früchte wie Weihnachtskugeln an einem Tannenbaum. Nur das Lametta und die Kerzen fehlen. Mein Sohn steht unter einem Ast, reißt

Weiterlesen

Es ist Herbst auf Hiddensee.

Längst haben die Sommerausflügler die Insel verlassen. Der Sturm hat die Blätter von den Bäumen gepustet. Die Zugvögel üben den Formationsflug für den Weg in südliche Gefilde. Es ist Herbst auf Hiddensee. Der richtige Zeitpunkt, um dem Alltag für ein paar Tage zu entfliehen, ist gekommen. Ein Kurzurlaub auf der Ostseeinsel Hiddensee sollte uns dabei

Weiterlesen

Der Versuch, einen Schmetterling zu zähmen.

tagpfauenauge

Als die Morgen kühler werden und braunkappige Butterpilze zwischen Gras und Spinnweben wachsen, fliegt ein Tagpfauenauge in das Zimmer des Mädchens. „Er hat sich verflattert“, ruft sie und ist glücklich, als er auch am dritten Tag noch an ihrer Gardine hängt. Ab und zu gaukelt er durchs Zimmer. „Endlich habe ich auch ein Tier!“ Das

Weiterlesen

Spinne am Abend.

Die Abendsonne blendet mich, als ich die Haustür öffne. Wenige Schritte weiter spannt sich das filigrane Netz einer Kreuzspinne zwischen zwei Bäumen. Die darin eingesponnene Wespe wird sorgsam von der Spinne bewacht. Schließlich ist das Spinnennetz Futterfalle und Speisekammer zugleich. Fasziniert bleibe ich stehen und beobachte das Naturschauspiel. Dabei vergesse ich den vollen Mülleimer in

Weiterlesen

Ein Indianer bei der Weizenernte.

Ich sitze unter dem alten Kirschbaum, der vor dem Ferienhaus steht und döse vor mich hin. Es ist unheimlich heiß. Wahrscheinlich bin ich etwas eingenickt, denn ich schrecke hoch, als ich ziemlich nah lauten Maschinenlärm höre. Direkt an der Grundstücksgrenze des Hauses liegt ein Weizenfeld in der gleißenden Sonne. Die flimmernde Luft tanzt vor Hitze

Weiterlesen

Sommerwiesentraum.

Bäuchlings lassen wir uns auf die Sommerwiese fallen, hören das friedliche Gesumm und Gebrumm, riechen Schafgarbe, den Klee, das Gras. Die zitternden Gräser schlagen über uns zusammen. Der blaue Rittersporn hält Wache, das Johanniskraut und der Ginster leuchten gelb bis in die lichtgrüne Nacht hinein. Sie stützt ihre Arme auf und beobachtet einen Marienkäfer auf

Weiterlesen

Klatschmohn und andere Farbtupfer.

Sammeltransport.

Die Großeltern hatten die Familie zum Pfingsttreffen zusammengetrommelt. Das sommerliche Wetter passte hervorragend, um sich den ganzen Tag an der frischen Luft aufzuhalten und den verschiedensten kulinarischen Genüssen zu frönen. Für die Kinder wurde die alte Zinkbadewanne aus ihrem Winterschlaf erweckt und kurze Zeit später plantschte und quiekte der Nachwuchs aus dem Wasserbehälter. Alle waren

Weiterlesen

Der Sommer vor den Eisheiligen.

Gestern war Hochsommer. 31 Grad im Schatten. Dresden transpirierte vor sich hin. Die Luft war zum Schneiden dick. Selbst die schwatzhaften Vögel waren des Zwitscherns müde. An einem 11. Mai sind solche Temperaturen eben sehr gewöhnungsbedürftig. Gegen Abend wurde die Schwüle unerträglich. Doch am Himmel kündigte sich mit dunklen Gewitterwolken Abkühlung an. Dann nahm der

Weiterlesen