Kategorie: Naturbeobachtungen

Elvira.

Seit knapp drei Wochen sehe ich sie jeden Tag. Oder besser gesagt, dass was sie erschafft. Eine kunstvolle und filigrane Arbeit macht sie. Kunsthandwerk in Perfektion. Mein linker Autorückspiegel sieht inzwischen sehr extravagant aus. So etwas hat heute nicht jeder. Und vor allem, es kostet mich keinen Cent. Jeden Tag, wenn ich ins Auto steige

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Der Kampf um die Eierschecke.

Ein warmer Windhauch streichelt zärtlich mein Gesicht. Er lässt die Blätter der alten Linde über mir leicht hin- und her tanzen. Im Liegen sehe ich die Sommersonne durch das üppige Grün hindurch blinzeln. Ich kneife die Augen zusammen. Neben mir laben sich einige Wespen an der halb aufgegessenen Eierschecke. Ich lasse sie gewähren, schließlich habe

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Schneemorgen.

In der Nacht hat es geschneit. Ganz still und leise legte sich eine weiße Decke über die Erde, ganz im Gegensatz zum um Aufmerksamkeit heischenden Herbstregen, der lautstark an die Fensterscheiben prasselt. Alles sieht wie gepudert aus: die Bäume, die Sträucher, der Fußweg, die Straßen. Die Autos haben einen dicken Schneedaunenponcho angelegt. Es ist noch

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Hühnergötter und das Glück.

Hühnergott

Wir Menschen suchen das Glück. Meist jagen wir ihm ein Leben lang hinterher und manchmal finden wir es auch für eine kurze oder eine längere Zeit. Dabei wissen wir oftmals nicht, was Glück überhaupt ist. Jeder definiert es anders: Für die einen sind es die Kinder, die Familie, für den anderen die Gesundheit, für den

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Männerurlaub.

Männerurlaub mag vielleicht ein wenig anmaßend klingen, aber ich bleibe dabei, denn mein knapp 13jähriger Sohn ist ja fast schon ein Mann. Zumindest hat der das beim Wandern in den Alpen gezeigt. Wie jedes Jahr fahre ich im Sommer in die Kitzbüheler Alpen, um mich dort den Schönheiten der Natur hinzugeben und auf die Berge

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Die Sonnenblumenkönigin und der Rapsfresser.

Mitte Juli. Der Sommer versucht gerade, es sich im Land bequem zu machen. Gleich kurz nach dem Frühstück lockt die Sonne meine zehnjährige Tochter und mich ins Freie, wir fahren mit dem Fahrrad zu dem riesigen Sonnenblumenfeld am Rande des Dorfes. Die Hitze flimmert bereits auf der Straße, doch von Ferne sehen wir schon die

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Gedanken unterm Fliederbusch.

Die Amsel zwitschert schon in der Morgendämmerung ihr melodisches Lied. Vor dem Aufstehen schaut die Sonne verstohlen zum Fenster herein und kitzelt meine Nase. Es ist Frühling. Draußen auf der Straße kommt es mir vor, als schauen die Menschen nicht mehr gar so grimmig drein. Manchmal kann man sogar ein Lächeln sehen. Die Natur erwacht

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Frühlingskämpfer.

anemone

Nach dem Mittagessen spaziere ich meist noch eine kleine Runde um das Areal. Ein knappe Viertelstunde Bewegung, bei der ich als Büromensch die frische Luft genieße. Jetzt, wo es endlich Frühling wird, lasse ich die wärmenden Sonnenstrahlen auf mein Gesicht scheinen. Nur darf ich dabei nicht die Augen schließen, sonst liefe ich vielleicht noch ins

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Seelenbaum.

baumwinter

Als ich letztens mit meiner Tochter durch den Winterwald schlenderte, erinnerte ich mich eines Filmes, den ich kürzlich sah. Dort versuchte der Vater seiner etwa neunjährigen Tochter bei ihren Waldspaziergängen die Schönheit der Natur und vor allem die Faszination der Bäume näher zu bringen. Er erklärte ihr, dass jeder Mensch einen Seelenbaum hat, dem er

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Der Tag vor Heiligabend.

Wald

Der Südostwind weht ganz sanft an diesem Nachmittag des 23. Dezember. Er streichelt zart mein Gesicht. Zumindest den Teil, der nicht von Mütze und Schal bedeckt ist. Die Kälte zwickt sanft auf der Haut. Ich vergrabe meine behandschuhten Hände noch tiefer in die Manteltaschen. Jetzt bin ich am Waldrand angelangt. Ahornbäume begrüßen mich zur Rechten,

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