Kategorie: Kurzgeschichten

Die Rückkehr des lilagrünen Steinbeißers.

Früher im Ferienlager, ich war neun oder zehn Jahre alt, haben wir abends, als wir Jungs im Bett lagen, Geschichten erzählt. Jeder versuchte, den anderen zu übertrumpfen. Je gruseliger, desto besser. Draußen war es stockdunkel. Ab und zu hörte man ein Käuzchen durch das offene Fenster rufen. Die Geschichten drehten sich um die Hexe, welche

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Wer glaubt denn schon an die Eiskönigin?

Als es windstill wurde, begannen die Flocken zu fallen. Erst fiel eine nach der anderen auf das tabakbraune Laub am Waldrand. Dann bedeckte eine Schneeschicht, zart wie der Stoff von Großmutters Gardinen, den steinigen Weg. Anfangs hockten die Maulwurfshügel noch weiß bemützt auf der Wiese gegenüber sichtbar herum, bald waren auch sie unter dem Flockenteppich

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Heiligabend im Weltall.

Schneeregen fällt an die Fensterscheiben des kleinen Schnellrestaurants. Der nasse Schnee schmilzt sofort und rinnt in dünnen Fäden die Scheibe hinab. Im müden Licht der Außenbeleuchtung wirkt alles noch trostloser. Die erikaviolette Sonne ist vollständig von den Wolken verdeckt, der pastellblaue Mond hat heute auch keine Chance, gesehen zu werden. Den Heiligabend hatte ich mir

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Gefangen im Licht.

Es war einer dieser heißen Sommertage, bei denen man sich schon am Morgen den Feierabend sehnlichst herbeiwünscht. Aber man hat in der Regel weder eine Fee, noch eine Elfe zur Hand, die einem da weiter helfen kann. Irgendwann war dann doch der Feierabend da und die Arbeitskollegen wollten in den Biergarten, da musste man mich

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So nah und doch so fern. 

Sonnenstrahlen fallen durch die kleinen Löcher des Faltrollos und kitzeln meine Nase. Ich muss niesen und bin sogleich wach. Ein kurzer Blick zum Wecker sagt mir, dass ich noch über eine Stunde schlafen könnte. Aber draußen gurren sich die Tauben heiser an und die Elstern streiten sich lautstark darum, wer die glänzendsten Löffel stibizt hat.

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Der Kampf um die Eierschecke.

Ein warmer Windhauch streichelt zärtlich mein Gesicht. Er lässt die Blätter der alten Linde über mir leicht hin- und her tanzen. Im Liegen sehe ich die Sommersonne durch das üppige Grün hindurch blinzeln. Ich kneife die Augen zusammen. Neben mir laben sich einige Wespen an der halb aufgegessenen Eierschecke. Ich lasse sie gewähren, schließlich habe

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Unverhoffter Besuch.

Es war wieder einer dieser nasskalten Tage, an denen man im Dunkeln aus dem Haus geht und bei Finsternis wieder von der Arbeit nach Hause kommt. Der zweite Advent war schon vorüber, aber so recht wollte keine vorweihnachtliche Stimmung aufkommen, obwohl die Wohnung recht passabel festlich geschmückt war. Geschafft von der Arbeit, kochte ich mir

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Das Geschenk.

Eisblumen

„Heute wird es einen Schneesturm geben.“ sagt der Vater und legt ein paar Scheite Holz in den Kachelofen. Durch die offene Ofentür sieht Paula die Flammen lodern. Traurig schaut das siebenjährige Mädchen zu ihrem Schreibtisch, auf dem die selbstgebastelten Wichtel aus Tannenzapfen und der Schlitten aus Zweigen steht, welcher mit Eicheln und Kastanien gefüllt ist.

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Wie aus einem Blog ein Buch wurde.

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Noch kann ich es gar nicht richtig glauben, aber ich halte mein eigenes Buch in den Händen. Es ist ein merkwürdiges und zugleich überwältigendes Gefühl, denn jetzt kann die ganze Welt meine Gedanken und Erlebnisse in gedruckter Form lesen. Ich ein Schriftsteller? Nein, so würde ich das nicht bezeichnen. Ich schreibe auf, was mich bewegt,

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Weihnachtsmorgen im Wald.

Weihnachtszauber

Mit Großvater holten wir als Kinder früher am Heiligabend das Bäumchen aus dem Wald nach Hause. Längst hatte er es ausgesucht: Eine duftende Blaufichte. Sie stand eingeengt und bedrängt von den anderen Nadelbäumen. Es war Zeit für sie. Der Platz wurde von den anderen Bäumen gebraucht. Großvater hatte einen Blick dafür, welche Bäume gefällt werden

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