Kategorie: Erinnerungen

Die Rückkehr des lilagrünen Steinbeißers.

Früher im Ferienlager, ich war neun oder zehn Jahre alt, haben wir abends, als wir Jungs im Bett lagen, Geschichten erzählt. Jeder versuchte, den anderen zu übertrumpfen. Je gruseliger, desto besser. Draußen war es stockdunkel. Ab und zu hörte man ein Käuzchen durch das offene Fenster rufen. Die Geschichten drehten sich um die Hexe, welche

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Bücher im Regen – Ein Plädoyer für das Lesen.

Am Morgen ist das Wetter neblig, später faucht der Wind um die Ecke, die Regentropfen trommeln rhythmisch an die Fensterscheiben. Es wird wohl ein fauler Tag werden. Solche Sonntage liebte ich als Kind unheimlich. Nach dem Frühstück verzog ich mich wieder ins Bett und schmökerte zum dritten Mal Jules Vernes „Die Kinder des Kapitän Grant“

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Last Christmas – Alle Jahre wieder.

Weihnachten, das Fest der Liebe, der Familie, des Essens und der heimeligen Musik. In Wirklichkeit gibt es meist familiären Streit, Völlerei und „Last Christmas“ in Dauerschleife. Hätten George Michael und Andrew Ridgeley die Tragweite ihres Songs jemals ermessen können? Nein, es war ihnen nicht bewusst, welches „Monster“ sie da geschaffen haben. Ein scheinbar zeitloses Liebeslied,

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Die erste Liebe feiert Silberhochzeit.

Mauer

Der 9. November. Für uns Deutsche ist dies ein geschichtsträchtiges Datum, in jeglicher Hinsicht. Doch auch für mich persönlich hat dieser Tag eine ziemlich große Bedeutung. Wie der Zufall es will, betrifft dies das Jahr 1989. Damals hatte ich gerade meine Lehre als Instandhaltungsmechaniker für technologische Ausrüstungen (in Normaldeutsch: Pumpenschlosser) beendet und machte noch ein

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Butterbrötchen und Kakao.

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Mit meiner Oma konnte ich nie telefonieren. Als sie vor 31 Jahren ging, hatten wir noch keinen Fernsprecher. Kaum jemand hatte im Osten Deutschlands ein Telefon. Aber das war nicht weiter schlimm, denn meine Großeltern wohnten im Nachbardorf, knapp fünf Kilometer von der elterlichen Wohnung entfernt. So radelte ich ab und zu hinüber. Doch am

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Wie aus einem Blog ein Buch wurde.

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Noch kann ich es gar nicht richtig glauben, aber ich halte mein eigenes Buch in den Händen. Es ist ein merkwürdiges und zugleich überwältigendes Gefühl, denn jetzt kann die ganze Welt meine Gedanken und Erlebnisse in gedruckter Form lesen. Ich ein Schriftsteller? Nein, so würde ich das nicht bezeichnen. Ich schreibe auf, was mich bewegt,

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Schneegestöber.

winterwald

Schwerflockig fällt der Schnee von Himmel herab. Der Aufprall abertausender Schneekristalle auf den Boden müsste eigentlich einen unheimlichen Lärm machen. Doch es herrscht friedliche Stille ringsum. Die dunklen Wolken machen den Nachmittag viel zu früh zum Abend. Die Apfelbäume stehen wie dicke, weißbeschürzte Frauen im Kreis und tratschen über die benachbarten Koniferen. Ich stehe am

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Kachelofenerinnerungen.

Ofenfeuer

Damals, wenn ich im Winter am frühen Nachmittag aus der Schule nach Hause kam, habe ich meist den großen Kachelofen angefeuert, damit wir es abends schön warm in der Stube hatten. Dazu stellte ich dünnere und dickere Holzscheite wie bei einem Tipi kreisförmig aneinander. Dann brachte ich ein Stück bröckeligen weißen Kohleanzünder mit einem Streichholz

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